Bild oben Mitte:
Nosferatu“ 1921
Bild unten links:
Der Kongress tanzt“ 1931

 

 
 

 
 


 

 

 

 

 
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Helden
(Spielfilm/Hauptfilm)

 

Komödie aus dem Jahre 1958
Deutsche Erstaufführung: 16.12.1958
Länge: 2628m
Land: Bundesrepublik Deutschland
Produzent: Henry R. Sokal
Regie: Franz Peter Wirth
Drehbuch: Eberhard Keindorff, Johanna Sibelius
Kamera: Klaus von Rautenfeld
Musik: Franz Grothe
Ton: Friedrich Wilhelm Dustmann
Bauten: Bruno Monden, Hermann Warm

Darsteller:
Hans Clarin
O.W. Fischer als Hauptmann Bluntschli
Jan Hendriks als Leutnant Sergius Saranoff
Manfred Inger als Nicola
Kurt Kasznar als Major Petkoff
Liselotte Pulver als Raina Petkoff
Ellen Schwiers als Zofe Louka
Horst Tappert als Bulgarischer Leutnant
Ljuba Welitsch als Muter Katharina Petkoff

Kurzinhalt:
Man schreibt das Jahr 1885. Es war im Grunde eine wahnwitzige, strategisch widersinnige Tat des bulgarischen Leutnants Sergius Saranoff, mit ein paar Reitern eine serbische Artilleriestellung anzugreifen. Glücklicherweise konnte die Kanone nicht feuern, weil falsche Munition geliefert worden war. Die Kanoniere und ihr Hauptmann mußten fliehen. Dieser Handstreich von Slivnitza, der übrigens den Krieg zugunsten der Bulgaren entschied, wurde so aufgebauscht, daß sich Saranoff als Held bestaunen und feiern lassen konnte. Der Kommandant der Batterie, der schweizerische Hauptmann Bluntschli, der sich von den Serben als Söldner hatte anwerben lassen, ist auf der Flucht nachts in das Haus der Familie Petkoff, und zwar in das Schlafzimmer von deren Tochter Raina, eingedrungen. Raina versäumt im ersten Schreck, gleich Alarm zu schlagen, und bringt es dann nicht übers Herz, Bluntschli den Häschern zu verraten. Im Gegenteil: sie versteckt ihn - obwohl sie als Tochter des bulgarischen Majors Petkoff und Verlobte des Helden der "Schlacht" von Slivnitza, Sergius, vorgibt, den Schweizer als Feind und feigen Flüchtling zu verachten und seinen Bericht über die Hintergründe dieser "Schlacht" nicht zu glauben. Mit ihrer Mutter Katharina, die eingeweiht wird, füttert sie den Erschöpften mit Schokolade und bietet ihm sogar Nachtquartier an. Bluntschli will die Damen durch seine Anwesenheit nicht länger gefährden; er verdrückt sich heimlich, bevor der Tag anbricht. Mutter und Tochter können allerdings nicht ahnen, daß die auf Raina eifersüchtige Zofe Louka, die mit Rainas Verlobtem Sergius einen heftigen Flirt hat, alles beobachtet hat. Der Krieg ist zu Ende. Major Petkoff genißt es, wieder zu Hause zu sein. Saranoff sonnt sich als Held von Slivnitza in der Bewunderung seiner Umgebung. In seiner Eitelkeit merkt er nicht, daß Raina ihm gegenüber skeptisch geworden ist. Andererseits ist sie mit ihrer Mutter froh, daß offenbar niemand gemerkt hat, wie sie einem Feind Unterschlupf gewährt haben. Um so entsetzter sind sie, als Bluntschli, der unterdessen mit Petkoff während der Friedensverhandlungen zusammengetroffen war, plötzlich auftaucht, um sich bei ihnen zu bedanken und - pedantisch wie der Schweizer ist - ein Kleidungsstück, das sie ihm zur Tarnung seinerzeit mitgegeben hatten, zurückzuerstatten. Der "Held von Slivnitza", Sergius, spürt Zusammenhänge, die ihm Louka, ohne die volle Wahrheit zu verraten, angedeutet hat. Er beschuldigt Bluntschli, von Raina Begünstigungen empfangen zu haben, die über das erlaubte Maß hinausgingen. Als der Schweizer von ihm zum Duell gefordert wird, äußert Bluntschli sich zwar unverhohlen über den Unsinn solcher Gebräuche, die ja mit Tod ausgehen könnten, doch als Ehrenmann nimmt er die Herausforderung an. Raina wird von ihren Gefühlen hin und her gerissen. Das Duell findet statt. Bluntschli schlägt Sergius den Degen aus der Hand. Es kommt, wie es kommen muß: Raina, der ihr Stolz bisher im Wege stand, bekennt sich so deutlich zu Bluntschli, daß der in Herzensdingen schüchterne Schweizer den Mut aufbringt, um ihr Hand anzuhalten. Im gleichen Augenblick packt auch Louka zu, und Sergius, der nun sieht, daß er Raina verloren hat, läßt es geschehen. Raina und ihre Eltern verzichten auf ihren "Helden". Bluntschli, der noch dazu nachweisen kann, daß er einige gutgehende Hotels in der Schweiz geerbt hat, ist ihnen als nüchterner und unpathetischer Schwiegersohn doch lieber.

Bühnenstück: George Bernard Shaw

Produktion: Bavaria-Filmkunst, München
Produktion: , H.R. Sokal-Film GmbH, Berlin
Verleih: Transit-Film GmbH, München
FSK-Freigabe: freigegeben ab 6(sechs)Jahren

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