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Bild oben Mitte:
Nosferatu“ 1921
Bild unten links:
Der Kongress tanzt“ 1931

 

 
 
 
 
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Die Bestände der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung vereinen den bedeutendsten Teil der deutschen Filmgeschichte, darunter die großen Stummfilmklassiker der zwanziger Jahre.

Während der Weimarer Republik genoss der deutsche Film Weltruhm. Bis es soweit war, bedurfte es der Experimentierfreude etlicher Erfinder, Schausteller, Ingenieure und Visionäre, die den Weg von der ersten öffentlichen Filmvorführung im Jahre 1895 zu den künstlerischen Höhepunkten der zwanziger Jahre bahnten.

Die ersten 15 Jahre der Filmgeschichte waren daher auch eher eine Geschichte des Kinos. Die Lichtspielhäuser warben mit ihrer Ausstattung, bequemen Sitzen, regelmäßiger Frischluftzufuhr sowie dem Hinweis, dass nur ’die neuesten Filme‘ zu sehen seien. Doch die Tatsache, dass immer mehr bekannte Bühnendarsteller sowie renommierte Autoren für das Kino arbeiteten, trug entscheidend dazu bei, dass der Film gesellschaftlich akzeptiert wurde.

Vor allem aber entstand eine Form, die etwa bis 1912 noch nicht bekannt gewesen war: der abendfüllende Spielfilm. Dieser löste nach und nach die Einakter-Programme ab, welche die Kinematographenbesitzer bis dahin nach Gusto kombiniert hatten.

Zu Beginn der 10er Jahre lockten die Kinos dann erstmals ihr Publikum mit konkreten Filmtiteln und bald auch mit ihrem Namen von Schauspielerinnen und Schauspielern. Henny Porten und die Dänin Asta Nielsen wurden die ersten Stars des deutschen Films.

Die Regisseure anspruchsvoller Filme achteten vor allem auf die Auswahl geeigneter Stoffe und auf eine der Leinwand angemessene Schauspielweise. Darüber hinaus bedienten sie sich bereits der Montage, der komplexen Kameraarbeit sowie phantasiereicher Dekors und Kostüme. Diese Mittel wurden dann in den 20er Jahren zunehmend virtuos eingesetzt.

 

 

Der Andere 1913

Engelein 1913


Filmgeschichte
Filmgeschichte 1919-1933